Meine 12 von 12 im Februar 2022 - oder doch ein Revolutionstag?


Heute morgen nach dem Frühstück habe ich mir die berühmte Rede von Steve Jobs an der Standford-Universität aus dem Jahr 2005 mal wieder in Ruhe angehört. Sie ist jedes mal wieder beeindruckend. Und immer wenn ich sie gehört habe, bleibt ein besonderer Satz hängen, der mich danach beschäftigt. So kam mir der Gedanke, dass ich heute so tue, als wäre es mein letzter Tag auf diesem Planeten.

Wenn heute mein letzter Tag im Leben wäre, wie würde ich ihn gestalten?

Über eines war ich mir ganz schnell im Klaren. Es müsste unbedingt ein Revolutionstag werden. Ein Tag, an dem ich wieder Dinge tue, die ich noch nie getan habe, Lieblingsorte besuche, Neues entdecke und mit fremden Menschen ins Gespräch komme. Und wo könnte ich das besser als in meinem geliebten Frankfurt, auch Mainhattan genannt?




Ich fuhr mit der Straßenbahn zum Frankfurter Römer. Dort traf ich den alten Goethe. Der wartete wohl schon, um mich abzuholen. Ich habe mich dann schnell noch mit ihm ablichten lassen für die Nachwelt.


Justitia wartete schon am Gerechtigkeitsbrunnen und erteilte mir Absolution für alle meine Untaten. Viele waren es wirklich nicht. Da waren wir schnell fertig.


Ich suchte den wunderschönen Main in seinem Bett nochmal auf, um ihn zum letzten mal zu bestaunen. Am liebsten mag ich den Blick vom Eisernen Steg aus.


Noch ein letzter Blick auf das Bankenviertel mit seinen weltberühmten Wolkenkratzern und seiner interessanten Architektur


Hier hängen jede Menge Liebesschlösser von Paaren, die sich Treue für ewig geschworen haben. Ich möchte nicht wissen, wie viele davon schon nicht mehr wahr sind. Für mich habe ich jedenfalls dieses chinesische Schloss entdeckt. Vielleicht öffnet es mir ja die Himmelspforten.


Hier stehe ich vor dem Kaiserdom. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich anlässlich meines ersten Revolutionstages die Turmtreppen bestiegen und mein schönes Frankfurt von oben betrachtet. Bin gespannt, ob ich Karl den Großen bald treffe. Dann kann er mir von seiner Krönung damals erzählen.


Da ich mir bald die Radieschen von unten anschauen werde, bin ich noch schnell in die berühmte Kleinmarkthalle gehüpft. Sie war proppenvoll und auch draußen ballten sich Menschentrauben. Da war doch tatsächlich ein Weinfest. Mir kann es ja egal sein. Omikron interessiert mich heute nicht mehr. Ich habe in der Halle diese zauberhaften Radieschentulpen entdeckt. Es gibt doch immer noch viele Pflanzen, die ich nicht kenne.


Auf die Linie zu achten lohnt sich heute auch nicht mehr. Darum lasse ich mich von diesen kunstvollen Törtchen verführen.


Bevor ich gehe, sollte ich endlich mal das Hessische Grundgesetz lesen und verstehen. Das ist für mich als Saarländerin gar nicht so einfach. Heute passt wohl § 9 am besten.


Da ich am 14. Februar - aus gegebenen Anlass - nicht unter euch weilen werde, wünsche ich allen Liebenden an dieser Stelle schonmal einen schönen Valentinstag.


Und beim 12. Bild mache ich die Flatter und entweiche durch diese schöne Öffnung bei My Zeil in Richtung Firmament. Hier ist ein besonders guter Aufwind.



Keine Panik. Ich bin noch da. Denn ich werde ja 102. Aber ganz ehrlich, dieser Tag war schon ganz besonders. Ich habe übrigens abschließend auch eine sehr außergewöhnliche Dame am Bahnhof kennen gelernt. Wir tragen beide die gleichen zwei Vornamen. Nur ihr erster ist mein zweiter. Wenn das kein Omen ist! Es könnte sein, dass ich über diese besondere Begegnung zu einer anderen Zeit berichten werde.


Nun genieße ich den Abend mit meinem Schatz und nehme mir § 10 des Hessischen Grundgesetzes zu Herzen.

§ 10 - Lebbe geht weida.

Habt ein zauberhaftes Wochenende und genießt jeden Tag, als ob es euer letzter wäre.

Oder um es mit Steve Jobs zu sagen:


Stay hungry, stay foolish

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Bleib neugierig.


Deine Luise


Danke an Draußen nur Kännchen, dass du die schöne Tradition der 12 von 12 für uns pflegst.










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