Meine 12 von 12 im Mai 2022 - Revolution im Main Nizza Frankfurt




Auf den heutigen Tag habe ich mich richtig gefreut. Die Wettervorhersage war gut. Sonne in Frankfurt! Herrlich. Mir schwebte schon seit einiger Zeit ein Ziel vor Augen. Es ist ein Ort, an dem ich noch nie war, obwohl ich schon seit fast 40 Jahren in Frankfurt lebe. Und er ist zudem auch nur ein paar Kilometer entfernt.


Wenn ich etwas tue, das ich noch nie vorher getan habe, so ist es auch für mich ein Revolutionstag. Wie ich darauf gekommen bin, kannst du hier nachlesen. Ich aktiviere meine grauen Zellen für Neues und entdecke Dinge, die mich zu mehr inspirieren. Manchmal brauche ich auch etwas Mut dazu. Denn Neues bringt immer Veränderung mit sich.


Doch zunächst mein großes Danke an Draußen nur Kännchen, dass du die schöne Tradition der 12 von 12 für uns pflegst. Es ist immer wieder erstaunlich, was dieser 12. eines jeden Monats mit mir macht.


Ich trage heute zum ersten mal meine neuen Hallux-Sandalen. Sie fühlen sich weich an. Ob sie meinen Problemfüßen das Laufen erleichtern wird sich noch herausstellen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.


Auf ins Nizza! Das war mein Ziel. Wenn ich Einheimischen erzähle, dass ich tatsächlich hier zum ersten mal bin, erklären die mich bestimmt für verrückt. Das Nizza ist eine Parkanlage am Untermainkai Frankfurt. Dazu gehört ein schickes Restaurant. In der warmen Jahreszeit kann man im Biergarten sitzen.


Das besondere an diesem Fleckchen Erde ist, dass dort südländisches Flair herrscht. Es gedeihen Pflanzen, die man hier niemals vermuten würde. Oder hättest du gedacht, dass in Frankfurt Palmen im Freien wachsen und noch dazu so schöne Blüten bekommen? Oder riesige Bananenstauden?


Faszinierend ist die Mischung zwischen einheimischen und mediterranen Gewächsen. Der Weg durch den kleinen Park ist nicht lang. Dennoch lohnt er sich zu gehen. Denn es gibt gerade jetzt in dieser Jahreszeit so viel zu bestaunen.


Alles ist grün. Wundersame Pflanzen am Wegesrand kannst du dort entdecken.


Auch diese Akelei ist eine ganz besondere Schönheit. Solch eine starke Farbe sieht man nicht jeden Tag. Die Bienen hatten ihre helle Freude damit. Leider konnte ich keine so richtig vor die Linse bekommen.


Ich liebe Mammutbäume! Wenn du in Frankfurt bist, komm ins Nizza. Da kannst du dieses herrliche Exemplar umarmen. Die warme, rote Rinde des Baumes fühlt sich so gut an. Dieses Exemplar hätte uns sicher Vieles zu erzählen.


Revolution! Das hatte ich mir vorgenommen. Ich liege hier im Nizza und lasse mir die Sonne auf die Nase scheinen. Das Gefühl des weichen Grases, das Summen der Bienen, der Duft des Oleanders und die Geräusche der Stadt. Schon eine interessante Mischung.


Perspektivenwechsel tut gut! Ich liege da und schaue in die Baumwipfel. Ein paar Wölkchen ziehen vorbei. Ich komme mit einem alten Herrn ins Gespräch. Er sagte: "Das ist genau richtig, wie Sie die Natur genießen". Dann erzählte er mir von seiner Kindheit und dass er in den 60iger Jahren auf der Rollschuhbahn seine Runden gedreht hat, so wie übrigens Marika Kilius. Die Bahn gibt es leider nicht mehr.


Ich liebe diese Vollkommenheit der Natur. Es erstaunt mich jedes Mal auf Neue, wie perfekt jede einzelne Pflanze sich ins rechte Licht setzt und uns ihre Schönheit präsentiert.


Butterblumen! Das waren meine absoluten Lieblingsblumen in meiner Kindheit. Ich habe sie gerne für meine Mutter gepflückt. Ganz vorne im Bild lugt ein kleines Gewitterblümchen hervor. Als Kind dachte ich, wenn sie sich schließen gibt es Gewitter.


Ein frisch gezapftes Bier mit Schiff. Kannst du es sehen? Am Mainufer kann man im Biergarten des Main Nizza wundervoll unterm Sonnenschirm sitzen und die Seele baumeln lassen. Ich habe mir auch noch ein Mittagessen gegönnt. Warum habe ich das noch niemals vorher getan?


Ich bin dankbar für dieses Format der 12 von 12 und dass ich den Revolutionstag in mein Leben integriert habe. Diese Tage sind anregend und sie verschönern mein Leben. Ich übe mich noch immer darin, einfach das zu tun was Freude macht. Es wird höchste Zeit für mehr davon. Mir wurde heute wieder bewusst, welch großen Einfluss alte Muster und Glaubenssätze haben, auch wenn man denkt, man hat sie eliminiert.


So hatte ich tatsächlich ein komisches Gefühl, an einem Wochentag in der Mittagszeit (da wo andere arbeiten) auf der Blumenwiese zu liegen und in den Himmel zu blicken, so ganz öffentlich. Ich hatte sogar kurz den Impuls, wieder nach Hause zu fahren, ohne im Biergarten ein schönes Mittagessen zu genießen.


Daher werde ich nicht bis zum 12. Juni warten und zukünftig viel mehr Dinge tun, die ich bisher vernachlässigt habe. Dafür braucht es nicht einmal viel Zeit. Heute z. B. war ich gerade mal 2,5 Stunden unterwegs. Aber es hat sich angefühlt wie ein ganzer Urlaubstag.


Was wolltest du schon immer gerne mal für dich tun? Mach es einfach! Du hast nur dieses eine Leben.


Deine Luise


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