Meine zwei größten Fehler, die ich beim Start in die Selbstständigkeit gemacht habe

Aktualisiert: Okt 25



In meiner Ausbildung zur Bloggerin wurde ich aufgefordert, über die Fehler zu schreiben, die ich in meiner Selbstständigkeit gemacht habe. Haha! Das könnte ein ganzer Roman werden. Ich habe mich echt schwer damit getan, mich auf ein paar wenige Fehler zu konzentrieren. Denn es waren tatsächlich ziemlich viele.


Heute werde ich zunächst über meine beiden größten Fehler schreiben. Denn sie haben mich damals nicht nur Zeit gekostet, sondern mich auch extrem darin ausgebremst, eine erfolgreiche Unternehmerin zu werden. Wenn du in deinen Anfängen stehst, wünsche ich dir, dass du diese Fehler nicht machst. Ich entdecke sie vorrangig bei Heilpraktiker*innen, aber auch bei Coaches, Ernährungsberater*innen und vielen andere Beratungsberufen.


2 Fehler beim Start in die Selbstständigkeit
Meine zwei fatalen Fehler beim Start in die Selbstständigkeit

Inhalt:


Luise Geier-Asfiaoui, lächelnd im Profilbild
Ich mache gerne Fehler.

Ich bin einem falschen Glaubenssatz aufgesessen


Das begann so. 2005 habe ich mich dazu entschlossen, mein Angestelltendasein zu beenden und mich selbstständig zu machen. Fortan wollte ich mich mit dem Thema ganzheitliche Gesundheit beschäftigen und Menschen dazu verhelfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Ich absolvierte mehrere Ausbildungen, die mich dazu befähigten, über den Tellerrand hinaus zu schauen und gezielt beraten zu können.


So startete ich zunächst mit meiner ersten Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin. Es folgte die der Fastenleiterin nach Buchinger-Lützner und die Trainerinnenausbildung für Nordic Walking.


Diese Ausbildungen absolvierte ich an der Akademie für gesundes Leben. Fachlich war ich mit den Inhalten zufrieden, wenngleich ich in allen Bereichen nur an der Oberfläche gekratzt habe. Tatsächlich wird man erst zum Profi, wenn man sich kontinuierlich weiter bildet und sich ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. Das habe ich auch fleißig getan.


Ich vertiefte meine Kenntnisse über den Hormonstoffwechsel bei der Hormonselbsthilfe und absolvierte viele Weiterbildungen in unterschiedlichen Bereichen.


Aber eines hatte ich total außer acht gelassen. Ich hatte versäumt zu erlernen, wie man Unternehmerin wird und mit seiner Arbeit Geld verdient.


Wie mich ein falscher Glaubenssatz ausbremste


Seriöse Berater verkaufen keine Produkte, da sie sich damit abhängig machen.

Dieser Glaubenssatz hat mich sehr behindert. Er hat mich letztendlich viel wertvolle Zeit gekostet und mich daran gehindert, meine Existenz finanziell zu sichern.


Aber woher kam er überhaupt? Er wurde mir tatsächlich so eingebläut. Heute würde ich sogar wagen zu behaupten, ich wurde manipuliert.


Denn an der Akademie für gesundes Leben, einer Stiftung der Reformhaus-Fachakademie, wurde ich darauf geschult, deren Reformprodukte zu empfehlen.


Bei der Hormonselbsthilfe wurde ich darin ausgebildet, deren Tests zu empfehlen.


Es war nicht gewollt, dass man mit eigenen Produkten und anderen Ideen um die Ecke kommt.


Ich war ernsthaft davon überzeugt, dass Berater keine Produkte empfehlen sollten. Ja, ich glaubte sogar daran, dass ich andernfalls unseriös sei.


Ich trat sogar dem Verband für unabhängige Gesundheitsberatung UGB bei. In deren Satzung ist es untersagt, dass die Mitglieder mit Produkten Geld verdienen.


Tatsächlich dachte ich, ich sei dadurch etwas Besonderes, ich würde zu einer Elite gehören, weil ich auch so arbeitete. Ein großer Fehler!


Ich habe das Verkaufen nicht erlernt


Derartige Ausbildungsstätten sind nicht in erster Linie darauf ausgerichtet, dass du finanziell erfolgreich wirst. Ihr Fokus liegt darauf, ihre Aus- und Weiterbildungen verkaufen. Als Stiftungen oder Vereine müssen sie dabei noch nicht einmal Gewinne erzielen. Warum sollen sie also daran interessiert sein, dir zu zeigen, wie man Geld verdient? Sie sind daran interessiert, dass du immer wieder kommst und dich weiter bildest. Du wirst sogar dazu verpflichtet, weil du sonst deine Lizenz verlierst und deine Titel nicht mehr tragen darfst. Du sollst nach ihren Regeln arbeiten.


Daher wirst du auch bei diesen Ausbildungen nicht lernen, wie man ein lukratives Business aufbaut. Der Teil Praxisaufbau wird an einem halben Nachmittag lieblos durchgezogen. Uns erzählte z. B. damals ein Gesundheitsberater in unserer Klasse, wie er als Hausmann nebenbei 1000 Euro im Monat verdient. Heute kann ich darüber nur schmunzeln.


Übrigens kenne ich nicht eine einzige meiner Mitabsolventinnen, die nach ihrer Ausbildung eine unabhängige Selbstständigkeit aufgebaut hat. Warum wohl? Sie haben es nicht erlernt.


Mit reiner Einzelberatung lässt sich kein lukratives Geschäft aufbauen. Du musst erlernen, dich und dein Angebot professionell zu vermarkten.


So habe ich mich von meinem Glaubenssatz befreit


In meiner Praxis war es mir schon immer wichtig, dass ich meinen Klientinnen nur die besten Produkte empfehle. Ich schrieb ihnen Einkaufszettel fürs Reformhaus, suchte ihnen die besten Supplements aus der ganzen Welt zusammen, stellte ihnen Rezepte für Teemischungen zusammen und überließ ihnen das Bestellen oder Einkaufen.


Abgesehen davon, dass ich damit wertvolle Zeit verbraucht und keinen Cent dabei verdient habe, bin ich mir heute bewusst, dass ich meine Klientinnen nicht gut betreut habe. Denn jeder Mensch will heute nicht nur exzellent beraten werden, sondern will es so leicht wie möglich haben und sofortige Hilfe erhalten. Das hat mich zum Umdenken angeregt.


Ich bin meinen Kund*innen den bestmöglichen Service schuldig.

Es ist mein Verdienst, dass ich für meine Leistung gut bezahlt werde


Dieses Bewusstsein hat mir meinen Schritt ins Empfehlungs-/Network Marketing sehr erleichtert. Heute empfehle ich Produkte mit Alleinstellungsmerkmal, die es in so hoher Qualität nicht auf dem Markt zu finden gibt.


Ich werde kontinuierlich durch mein Partnerunternehmen weitergebildet und biete erstklassigen Service. Das Verkaufen habe ich von Profis erlernt, die ich mir selbst ausgesucht habe. Ich bilde mich kontinuierlich weiter.


Heute kann ich meine Beratung sogar kostenlos anbieten, da ich für meine Produktempfehlungen eine faire Provision erhalte. Meine Kund*innen profitieren von meiner langjährigen Erfahrung. Das empfinde ich als sehr ethisch.


Ich fühle mich übrigens in keiner Weise abhängig. Ganz im Gegenteil. Ich bin so frei wie nie zuvor und voller Vertrauen.


Und egal was kommt, ich kann jeden Tag neu entscheiden und bin zu nichts verpflichtet.


Das habe ich aus meinen Fehlern gelernt


Dass ich diese fatalen Fehler gemacht habe, war nicht umsonst. Denn ich habe dadurch meinen Weg gefunden. Außerdem kann ich dazu beitragen, d