Nachhaltig und ethisch reisen - geht das?

Aktualisiert: Sept 4


Inhalt

Nachhaltig reisen und fliegen

Urlaub im Hotel oder Apartment

Essen im Restaurant

So werde ich weiter meinen Beitrag leisten

So werde ich meinen CO2-Abdruck auf Kreta in Grenzen halten

Nachhaltig reisen und andere Verkehrsmittel

Ethik und Essen

Mein Fazit an Tag Drei

Hast du Tipps für mich?



Heute ist mein dritter Tag auf Kreta. Es ist heiß und extrem windig. So macht es draußen keinen Spaß. Daher nutze ich die Zeit und schreibe diesen Artikel, der schon lange auf meiner Liste steht.





Nachhaltig reisen und fliegen


Vor einigen Jahren fing ich an, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich zukünftig beim Reisen auch mehr zum Klimaschutz beitragen kann, damit mein grüner Fußabdruck größer wird.


Ich liebe es schon immer, zu reisen, mir die Welt anzuschauen, andere Länder, Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Es ist mein schönstes Hobby. Wie aber kann ich es schaffen, niemanden mit meiner Reiselust zu schaden?


Zunächst einmal ist da der CO2-Gedanke. Lässt das sich überhaupt mit dem Fliegen vereinbaren? Nun, ich könnte komplett aufs Fliegen verzichten. Dann wäre ich aber jetzt nicht auf Kreta. Die griechischen Inseln haben es mir aber einfach angetan. Hier kann ich am besten auftanken. Ich liebe das besondere Licht, das Meer und die Menschen.


Meine Lösung ist es, nicht mehr so oft zu fliegen, dafür aber länger an einem Ort zu bleiben. Daher beträgt mein diesjähriger Flugurlaub drei Wochen. So kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen und auch vor Ort etwas für die Menschen tun. Denn wäre ich nicht hier, hätten diese einige Nachteile.



TUI Flugzeug am Himmel
Mit den Flugzeug reisen ist schön

Urlaub im Hotel oder Apartment


Wenn ich nach Griechenland reise, achte ich bei der Auswahl meines Hotels darauf, dass es inhabergeführt ist. Meistens sind es kleine 3-Sterne-Häuser. Am liebsten mag ich es, wenn ich die Besitzer persönlich kennen lernen kann. Aktuell bin ich in den Apollo Apartments. Es ist eine ältere Anlage mit mehreren Häusern und kleinen Apartments. Ich habe wohl das älteste erwischt, was es hier gibt. Die Möbel scheinen aus der Gründungszeit zu sein. Das Bad ist historisch. Allein der Wasserhahn ist bestaunenswert.


Aber es gefällt mir. Es ist sauber. Die Putzfee ist sehr gründlich. Das gesamte Personal ist sehr hilfsbereit und liebenswert, auch wenn die Verständigung manchmal die Hände braucht. Meine Miniküche, Modell Küchenfreund, ist in die Jahre gekommen. Aber es reicht für meine Bedürfnisse. Und mein Bett scheint das einzig Neue zu sein. Ich schlafe sehr gut darin. Außerdem habe ich eine Loggia, bei der die Sonne erst am Nachmittag ab 15 h ums Eck kommt. Es ist sehr ruhig und abseits vom Trubel.


Ich habe mit Frühstück gebucht. Es ist einfach aber sehr liebevoll mit regionalen Gerichten wie gegrillten Zucchini und Auberginen, frische Gurken, Tomaten und Paprika. Und leckeres Obst ist auch dabei. Außerdem gibt es griechischen Joghurt, Schafskäse, verschiedene Eiergerichte, Pfannkuchen und einem sehr guten frischen Kaffee. Vorhin kam ein Bauer vorbei und brachte seine Waren. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich unterstütze eine Familie, mehrere Angestellte und einen Bauern dabei, ihre Existenz zu sichern.


Leider haben es einige Hotels, Geschäfte und Restaurants hier wohl nicht überlebt. Die Gebäude verkommen. Das ist sehr schade.



Impressionen am Abend im Restaurant auf Kreta
Voll das Verwöhnprogramm


Essen im Restaurant


Früher habe ich auch All-Inclusive gebucht. Das würde ich heute nicht mehr machen. Denn ich habe mich mit vielen Restaurant- und Tavernenbesitzern unterhalten. Sie kämpfen täglich ums Überleben, weil immer weniger Gäste zu ihnen kommen.


Es ist so ein großes Geschenk, in einem schönen Restaurant zu speisen und die regionale Küche zu genießen.


Gestern Abend fühlte ich mich wie im siebten Himmel.


Ich hatte zunächst einen Abendspaziergang gemacht und mir Plakias genauer angesehen. Dann entdeckte ich einen traumhaft schönen Platz in einem Restaurant direkt am Meer. Ich suchte mir den schönsten Tisch aus, um direkt der untergehenden Sonne zuzuschauen. Herrlich!


Ein freundlicher Angestellter kam schnell herbei, reinigte den Tisch, entgegnete mir ein fröhliches Yassu und verschwand wieder. Es dauerte etwa 10 Minuten, bis ich vom Ober bedient wurde. Fast schon wollte ich ungeduldig werden. Aber dann sagte ich mir: "Achtung, du bist auf Kreta, da ticken die Uhren anders. Lass' dich darauf ein."


Und das war gut so. Der Ober kam und präsentierte mir das Tagesangebot mit Fischen. Er erzählte mir, dass sie frisch gefangen wurden und fantastisch schmecken. Ich bestellte mir das teuerste Gericht, das auf der Karte war. Das mache ich manchmal gerne, um das Gefühl der Fülle zu verinnerlichen. Denn das war nicht immer so. In früheren Jahren war ich in dieser Hinsicht ein Sparbrötchen. Das habe ich wohl von meiner Mama gelernt.


Heute weiß ich, dass ich es mir leisten kann und mit meiner Bestellung wiederum dazu beitrage, dass es anderen besser geht.


Ich wurde verwöhnt wie eine Königin.

Zunächst kam mein kühles regionales Bier und eine Flasche Wasser in der wunderschönen Glasflasche. Dann kam ein Gruß des Hauses, der aus Oliven, einem selbstgemachten Tomatensugo und leckerem Brot bestand. Natürlich war auch ein Fläschchen mit Kretas einzigartigem Olivenöl dabei. Ich war begeistert!


Dann kam das Hauptgericht. Mein Fisch, filetiert und mit einer hausgemachten Senfsauce. Die Pommes frites waren handgeschnitzt und ein Schälchen einer anderen traumhaft leckeren Tomatensauce war dabei. Der gemischte Salat war mit aromatischen Zitronensaft verfeinert.


Ich habe diese einzigartige Geschmacksexplosion so sehr genossen. Aber das war noch nicht alles. Als Nachtisch gab es ein weiteres Geschenk des Hauses. Frische Wassermelone, blaue Trauben und ein Fläschchen mit Raki. Nun war ich auf Wolke sieben. Vom Raki habe ich mir nur ein Gläschen davon gegönnt. Ab er ich glaube, es hätte sich niemand gewundert, wenn alles leer gewesen wäre.


Während ich da so saß, den Sonnenuntergang fotografierte, kam zwischendurch immer jemand der Bediensteten und fragte unaufdringlich, ob ich zufrieden sei. Ich saß nach dem Essen noch eine Weile und schaute den Wellen zu, wie sie an den Strand rauschen und zurück gehen. Dieses Geräusch versetzt mich immer in Trance. Gott sei Dank hat mich der Oberkellner wieder sanft rausgerissen.


Der Bezahlvorgang zog sich genau so lange hin wie die Bestellung. Man hat es nicht eilig in Griechenland. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Gäste einen ganzen Abend lang den schönsten Tisch okkupieren. Hauptsache, der Gast ist glücklich. Es war schön, dass ich mich voll und ganz auf diese vermeintliche Langsamkeit einlassen konnte. Ich bin angekommen und genieße.


Außerdem habe ich gelernt, dass ich hier zu Gast bin. Ich habe mich an die Gepflogenheiten meiner Gastgeber anzupassen. Das mache ich doch mit Vergnügen.


So werde ich weiter meinen Beitrag leisten

  • Ich werde meine Wandertouren bei region